Wieso genügt Basel III nicht?

Obwohl „Basel III“ grundsätzlich in die richtige Richtung geht, so genügt diese neue Regelung aus mehreren Gründen nicht, siehe auch Basel III für Dummies, Tagesanzeiger, 14.09.2010 oder die allgemeinverständliche Erläuterung von Finance Watch Basel III – the cartoon version. Die NZZ titelt dazu sogar: „Die Selbstregulierung der Banken hat versagt“.

  1.  Basel III löst die sogenannte „Too big to fail“-Problematik nicht. Wenn eine systemrelevante Bank Verluste macht, die auch die neuen und höheren Eigenkapitalbestände von Basel III übersteigen, wird eine Rettung weiterhin erforderlich.
  2. Zu schwammige Definition des Eigenkapitalanteils über Verhältnis von „Kernkapital“ zu (willkürlich) nach Risiko gewichtete Anlagen.
    Eine „Leverage Ratio“ wäre der bessere Ansatz. Dieser setzt das eng gefasste Eigenkapital ins Verhältnis zu den ungewichteten(!) gesamten Anlagen(!) einer Bank.
  3. Grundsätzlich ist Basel III keine systemische Änderung wie von vielen gefordert. Basel III ändert auch nichts an der Tatsache, dass Banken beliebig viel Geld erzeugen können. Eine notwendige Steuerung der Geldmenge ist weiterhin nicht möglich.

Siehe auch die FAQ-Hinweise unter: Wie verhält es sich mit dem Eigenkapital?

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