Was sagt die Schweizerische Nationalbank zu der Geldschöpfung der Banken?

Die Schweizerische Nationalbank SNB bestätigt die „Multiple Geldschöpfung“ (aufgrund des fraktionalen Mindestreservesystems) durch die Banken auch in Ihren Dokumentationen und auf ihrer Homepage. Hier einige Auszüge aus der SNB-Rubrik „Die Welt der Nationalbank“ und dem „SNB-Lexikon“:
  • „Die Banken schaffen neues Geld, indem sie Kredite gewähren“ im Glossar unter Stichwort Geldschöpfung (ca. 2 Zeilen)
  • „Wie die Banken Geld vermehren“ unter ‚Die SNB und die Banken‘ – Menü Geldvermehrung (ca. 10 Zeilen)
  • „Die Reservehaltung* setzt der Geldschöpfung der Banken Grenzen.“ unter ‚Die SNB und die Banken‘ – siehe Details (ca. 4 Zeilen).
    Betreffend Reservehaltung siehe die FAQ: Wie verhält es sich mit der Mindestreserve?
    Zu erwähnen ist, dass die gesetzliche Mindestreservepflicht lediglich 2,5% beträgt und trotz der verschärften (risikogewichteten) Eigenkapitalquoten und Liquiditätsvorschriften momentan ein Geldschöpfungsfaktor von 1:10 besteht. 10% kommen von der Nationalbank (M0), 90% der Geldmenge (M1-M3) sind Bankenbuchgeld. Siehe SNB-Glossar und SNB-Geldmengenstatistik.
    .
  • Auch die Deutsche Bundesbank erläutert in ihrem Schulungsbuch Geld und Geldpolitik auf S.70 die Geldherstellung durch die privaten Banken: „Geschäftsbanken schaffen Geld durch Kreditvergabe“.
    Und auf S. 75 steht in Übereinstimmung mit „Die verborgene Macht der Banken“ (hier die sehr lesenswerte Kurzzusammenfassung):
    Auch kann die Geschäftsbank den Ankauf eines Vermögenswerts durch Gutschrift des Kaufbetrags auf dem Konto des Verkäufers bezahlen. Sie ist dann Eigentümerin des Vermögenswerts. Das kann beispielsweise eine Immobilie sein, die sie selbst nutzt oder die laufend Mietertrag abwirft. Bezahlt („finanziert“) hat sie diese Immobilie mit selbstgeschaffenem Buchgeld, das sie dem Verkäufer als Sichteinlage gutschreibt.
    .
  • Weitere Erläuterungen finden sich auch bei Wikipedia:
    Buchgeld: „Abhängig vom geltenden Mindestreservesatz kann die Bank nun Buchgeld erzeugen, indem sie Aktiva (Vermögensgegenstände) kauft und mit selbst geschöpftem Buchgeld bezahlt (Giralgeldschöpfung).
    Giralgeldschöpfung:
    „Die Geldschöpfung geschieht hauptsächlich über die Kreditgewährung durch Geschäftsbanken (aktive Geldschöpfung)……Bei der Europäischen Zentralbank EZB beträgt der Mindestreservesatz derzeit 2%. Es kann also theoretisch maximal die 50-fache Menge an Giralgeld im gesamten Bankensystem geschöpft werden.“
    PS: In der Schweiz liegt der Reservesatz bei 2.5%, siehe Nationalbankverordnung(NBV) Artikel 15.
  • Auch die englische Vollgeldbewegung www.positivemoney.org.uk liefert „Beweise“:
    The proof that banks create money
    .
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