Was ist die Monetative?

Die Monetative soll eine vierte Staatsgewalt werden, der die Ausübung der Geld- und Währungshoheit obliegt.
Regierung und Parlament können an die unabhängige Monetative keinerlei Ansprüche stellen. Die Schweizerischen Nationalbank SNB soll zu einer sowohl von den Begehrlichkeiten der Wirtschaft als auch von jenen des Staates unabhängigen öffentlichen Institution werden: zur Monetative. In Analogie zur Unabhängigkeit der Judikative von der Legislative und Exekutive muss die Nationalbank unabhängig und nur Verfassung und Gesetzen sowie dem aktuellen Wissensstand und dem Gemeinwohl verpflichtet sein.
Heute steuern gewinnorientierte und nur den Eigeninteressen verpflichtete private Geschäftsbanken die Geldmenge ohne dem Gesamtinteresse des Landes und der Preisstabilität verpflichtet zu sein. Dieses System hat sich in den letzten Jahren als unstabil und schädigend erwiesen. Die Steuerung durch die demokratisch gewählte Monetative (welche über die gleichen Instrumente und Messgrössen wie die Banken verfügen) wird keine destruktive Ausuferungen der Geldmenge mehr zulassen.
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  1. Hünefeld
    8. Januar 2013 um 20:49

    Die Nationalbank soll den Begehrlichkeiten der Wirtschaft und des Staates widerstehen. Ein gutes Ziel! Private Geschäftsbanken sind dem Gesamtinteresse des Landes und der Preisstabilität nicht verpflichtet. DIE MONETATIVE WIRD KEINE DESTRUKTIVE AUSUFERUNGEN DER GELDMENGE MEHR ZULASSEN?
    WARUM? Wie kann sich die Monetative (M.) der Wertspeichereigenschaft eines ZinsGeldes widersetzen. Weder die Geschäftsbanken noch Privathaushalte sind in der Situation ihr Geld herausgeben zu müssen. Die Zurückbehaltung wird erst dann aufgegeben, wenn der geforderte ZinsErtrag von den Wareninhabern gezahlt wird. Wegen der Wareneigenschaften (Kostenverursachung: Lagerung, Verderb …) sind die Wareninhaber im Zugzwang und somit (unfreiwillig) bereit die geforderten Zinsen zu zahlen. Machen sie das nicht, dann ist ihre Ware verloren. Kein Handel, keine Arbeit und folglich Hunger, dann doch lieber den geforderten Zins zahlen.
    Wer glaubt hier, dass eine Monetative unter diesen Bedingungen unabhängig sein kann? Bei Geldzurückbehaltung ist die M. gezwungen fehlendes Geld in Verkehr zu bringen. Nur so kann die Preisstabilität gehalten werden!
    Schwappt das zurückgehaltene Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf, dann müsste die M. große Geldmengen entziehen. Wie weit das funktioniert sei hier nicht untersucht. Wo ist aber die Unabhängigkeit, wenn die M. vom Willen der Geldinhaber abhängig ist? Beseitigt man die Wertspeichereigenschaft des Geldes, dann wäre die Monetative tatsächlich unabhängig gegenüber den Geldbesitzern. Diese müssten ihr Geld somit genauso auf den Markt bringen wie es der Warenbesitzer mit seinen Waren machen muss. ERST VON DIESEM MOMENT AN HAT DIE M. DIE VOLLE KONTROLLE ÜBER DIE GELDMENGE, DENN DAS GELD KANN SICH DEM HANDEL NICHT MEHR ENTZIEHEN. Erst dann ist eine echte Preisstabilität möglich. Grundlagen dazu sind in „Die natürliche Wirtschaftsordnung“ seit 1914 nachzulesen.
    Richtig ist, dass eine M. besser ist als die Giralgeldschöpfung der Privatbanken, selbst dann wenn wir uns darüber klar sind, dass die M. dieser Art keine echte M. ist. Und auch dann wenn wir bedenken, dass die Umverteilung unseres Geldes von unten nach oben weiterhin entsprechend der exponentiellen Zinsfunktion stattfindet. Jeder Euro Zins wird von den Unternehmen als Kosten in den Verkaufspreis eingerechnet. Wir zahlen für sehr wenige Kapitalinhaber uneingeschränkt und weiterhin trotz M. Durch Vollgeld steigt auch die Wahrscheinlichkeit der Abschaffung des Bargeldes. Denn jetzt kann zu Recht behauptet werden, dass Giral-Elektronik-Geld als Vollgeld das Kostenverursachende Bargeld nicht mehr benötigt. Nahe liegt hier die 100%ige Bürgerkontrolle über Giralgeldbewegung und Kontosperrung. Schlechte Zeiten für Querdenker und Menschen die nicht im Mainstream schwimmen. Ich bin für ganze Sachen!!! Vollgeld + Umlaufsicherung + Bargeld + Maßnahmen gegen weitere Fluchtmöglichkeiten des Geldes. Diese Kombination ist wesentliche Voraussetzung für Bürgerfrieden und Völkerfrieden. Deshalb bitte ich jeden Bürger: Beschäftigt euch mit dem derzeitigen ZinsGeldSystem und seht euch bestehende Alternativen an. Nichts ist alternativlos. Es geht um euer Geld! Es geht auch darum, für wen arbeiten unsere Kinder?

    • 9. Januar 2013 um 13:00

      Guten Tag, Besten dank für ihren Kommentar.
      Auch der Verein „Initiative für eine NATÜRLICHE WIRTSCHAFTSORDNUNG“ ( http://www.inwo.ch ) unterstützt die Vollgeldreform-Bewegung explizit als ersten wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Wir sind uns der Zins(eszins)-Problematik bewusst. Die Vollgeldreform ist kein Allerheilmittel, aber zumindest die Geldbasis (M1) ist in einem Vollgeldsystem zinsfrei, weil das Geld nicht mehr als (Kredit)Schuld entsteht, sondern unverzinslich und unbefristet (als Seigniorage) in Umlauf kommt.
      Zu Ihren Bedenken: Die Monetative kann gezielt und in grösseren Mengen Geld in Umlauf bringen und auch wieder abziehen (z.Bsp. als temporäre Darlehen an die Geschäftsbanken mit Auflagen/Leistungsauftrag. siehe http://vollgeld.ch/faq/gibt-es-nicht-eine-kreditklemme/ ).
      Bitte beachten Sie die weiteren Erläuterungen in den FAQ’s (www.vollgeld.ch/faq) und unter http://www.vollgeld.ch/text .

      • Hünefeld
        10. Januar 2013 um 23:03

        Sicher steigt durch Vollgeld das Vertrauen in die Währung. John.F.Kennedy hätte mit solch einer Unterstützung in der Bevölkerung eventuell nicht sterben müssen nachdem er REGIERUNGSEIGENES GELD = „Unitet States Note“(ohne Staatschuld) emittiert hatte.
        Wenn die Vollgeldreform der erste Schritt sein soll, dann muss auch immer der Zweite Schritt genannt werden. Hier liegt bei Unterlassung eine Täuschung der Menschen. Besonders von Denen die sich mit dem ZinsGeldSystem nicht intensiver beschäftigt haben. Es entsteht schnell der Eindruck, dass die Vollgeldreform eine Lösung sei, obwohl sie eine Teillösung ist. Etwas ganz Anderes wäre es, wenn der Plan klar beschrieben worden wäre.
        1.Vollgeldreform, 2.Umlaufsicherung auf Vollgeld, 3.Bodenrechtsreform (keine Bodenreform), 4.Bedingungsloses Grundeinkommen (finanziert aus Umlaufsicherung und Bodenrechtsreform), 5.Freie Presse statt Pressefreiheit. Vollgeldreform soll sein, aber lasst bitte nichts weg, denn es reicht nicht aus, dass ihr sagt, ihr seid euch über das Zins/Zinseszinsproblem bewusst. Wenn ihr euch dazu aufschwingen könnt, zu ganzer Klarheit, dann ist die Vollgeldreform ein echter Beitrag zur Entwicklung der Menschheit.

  2. 16. Januar 2013 um 15:18

    Der Verein MoMo konzentriert sich vorab auf die auch von Ihnen als ersten Schritt genannte Vollgeldreform. Um den Zweck/Ziel (www.vollgeld.ch/about) unseres Vereins zu erreichen, braucht es dann noch weitere Schritte, in welche wir unsere Kräfte gerne einbringen nachdem der erste Schritt erreicht ist….

    • 9. Oktober 2013 um 15:49

      Gut so, denn Vollgeld, geschöpft unter der Kontrolle der Öffentlichkeit, außerhalb der Privatinteressen einzelner Personen, Lobbygruppen und Machtinteressen, gemeinnützig geschöpft, das ist sehr viel besser als das was wir heute in der Welt haben. Wir sind auf dem richtigen Weg.

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