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Einladung zur Tagung „Schweizer Vollgeldreform“

Der neu gegründete Verein Monetäre Modernisierung (MoMo) lädt am 13./14. Mai 2011 zu einer öffentlichen Veranstaltung an der ZHAW Winterthur ein. Hans Christoph Binswanger, ehemaliger Professor für Volkswirtschaftslehre in St. Gallen, Joseph Huber, Professor für Wirtschafts- und Umweltsoziologie in Halle-Wittenberg und Philippe Mastronardi, Professor für Staatsrecht in St.Gallen, werden nach einer kurzen Einleitung durch Prof. em. Dr. Werner Kallenberger referieren und sich anschliessend in einer Podiumsrunde den Fragen des Publikums stellen.

Zum Thema:
Angesichts der Finanzkrise ab 2007, angesichts der immer grösser werdenden Rettungsschirme für bankrotte EU-Staaten und angesichts des Gerangels um Kontrollen und Vorschriften für Finanzinstitute in der Schweiz, dürften sich im Volk zwei Erkenntnisse breit machen:

  • Das Geld- und Kreditsystem, das Milliarden von Schweizer Franken und weltweit Billionen von Dollar und Euro verschlingt, ist eine Gefahr für Wirtschaft und Gesellschaft.
  • Die masslose Rekapitalisierung der Banken ist nicht die Lösung des Problems, sondern eine seiner Ursachen.

Aufbauend auf Ideen von Irving Fisher (100% money) und Milton Friedman (100% banking) setzt die Vollgeldreform nach Joseph Huber an diesen Punkten an. Sie eliminiert den Haupttreiber des grenzenlosen Geld- und Kapitalwachstums und der sich dadurch aufblähenden Spekulationssphäre:
die Geldschöpfung der Banken. Die Reform überträgt die Kompetenz zur Geldschöpfung einer unabhängigen, gestärkten Nationalbank (Monetative), die dem Gemeinwohl verpflichtet ist. Sie stellt die Vorteile und Gewinne dieser öffentlichen Institution in den Dienst der Gesellschaft und der Realwirtschaft. Im Zuge der Umstellung wird ein Abbau der Staatsschulden möglich.
Die Vollgeldreform schliesst eine fatale Gesetzeslücke in der Bundesverfassung: Art. 99, Abs.1 weist dem Bund alleine das Recht zu, Münzen und Banknoten auszugeben. Über Buchgeld aber, das mehr als 85% der nachfragewirksamen Geldmenge ausmacht, schweigt sich die Verfassung aus. In einer Geldgesellschaft – also in jeder modernen Gesellschaft – ist die Souveränität über das Geldund Bankenwesen ein Grundelement der Demokratie, denn die Macht des Finanzsektors bestimmt in wesentlichen Teilen die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Diese Souveränität ist uns abhanden gekommen. Das darf uns nicht gleichgültig sein. Der Verein Monetäre Modernisierung (MoMo) hat sich zum Ziel gesetzt, die Vollgeldreform in der Schweiz mittels einer Volksinitiative einzuführen, um die demokratische Souveränität über den Schweizer Franken wieder herzustellen.
Die Veranstaltung vom 13. und 14. Mai 2011 an der ZHAW Winterthur soll der Start einer öffentlichen Debatte über ein nachhaltiges Geld- und Bankensystem sein – ausgerechnet in der Schweiz! Hiermit laden wir Sie freundlich ein, teilzunehmen.

Tagung „Schweizer Vollgeldreform“ vom 13.Mai 2011: Einladung und Programm als PDF

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